Einsamkeit – ein Problem für die Demokratie?

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Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Vortrag mit Prof. Dr. Claudia Neu
Diskussion mit Silke Engler und Prof. Dr. Beate Hofmann
Moderation: Dr. Lukas Kiepe
Universität Kassel, Holländischer Platz, Georg-Forster-Str. 4, EG, Raum 0005

Zum Thema

Einsamkeit ist mehr als eine persönliche Empfindung. Einsamkeit ist eine soziale Frage, denn sie steht stets in einer Beziehung zu gesellschaftlichen Strukturen und sozialen Veränderungen.

Einsamkeit kann zu einem Rückzug aus sozialen Beziehungen führen sowie zu physischen und psychischen Erkrankungen. Einsamkeit wirkt sich zudem negativ auf das gesellschaftliche Miteinander aus. Denn einsame Menschen beteiligen sich weniger am gesellschaftlichen und politischen Leben.

Einsame Menschen nehmen weniger häufig an Wahlen teil und neigen zudem eher zu Verschwörungserzählungen. Einsamkeit kann deshalb auch zu einem „undemokratischen Gefühl“ werden, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt tendenziell schwächt.

In der Veranstaltung gehen wir der Frage nach, weshalb Einsamkeit ein Problem für die Demokratie ist und welche Maßnahmen gesellschaftlicher Vereinsamung vorbeugen können.

Das Podium

Prof. Dr. Claudia Neu
leitet seit September 2016 das Fachgebiet Soziologie ländlicher Räume an den Universitäten Göttingen und Kassel. Zuletzt erschien von ihr in der Hamburger Edition (gemeinsam mit Jens Kersten und Bert-hold Vogel): „Einsamkeit und Ressentiment“.

Prof. Dr. Beate Hofmann
Diakoniewissenschaftlerin und seit 2019 Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Silke Engler
Juristin, stellvertretende Landrätin im Landkreis Kassel zuständig für Soziales, Bildung und Verkehr

Dr. Lukas Kiepe
Politikwissenschaftler und stv. Vorsitzender des Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie Kassel

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